Was bedeutet CADR?

Gerade in der aktuellen Phase werden sowohl im privaten wie auch im gewerblichen Bereich immer öfter Luftreiniger eingesetzt. Die Luftreiniger entfernen beim Einsatz Aerosole und Schadstoffe aus der Atemluft, sodass es zu einem spürbar gesünderen Raumklima kommt. Experten raten beim Kauf eines Luftreinigers auf den CADR-Wert (Clean Air Delivery Rate) zu achten. Doch was hat es mit dem Wert auf sich?

Mithilfe des CADR-Wertes können Sie die verschiedenen Luftreiniger untereinander vergleichen. Sie bekommen somit Informationen wie effektiv der Luftreiniger arbeitet und welche Schadstoffe er filtern kann. Wichtige Faktoren zur Ermittlung des CADR-Wertes sind die Größe der Lufteinlässe, die Leistung des Gerätes sowie das verwendete Filtermaterial.

 

Warum werden unterschiedliche Faktoren benötigt?

 

Dies ist schnell erklärt, denn ein Luftreiniger, der sehr gut Blütenpollen ausfiltert, muss noch lange nicht für die Filterung von Feinstaub geeignet sein. Ähnlich sieht es auch bei den Aerosolen aus, die praktisch zurzeit in aller Munde sind.

Dabei wird CADR in drei Kategorien unterteilt. Diese sind folgendermaßen unterteilt:

  • Rauch – 0,09 bis 1,0 µm
  • Staub – 0,5 bis 3 µm
  • Pollen – 5,0 bis 11 µm

Die Unterscheidung in diese drei Kategorien soll Ihnen beim Kauf helfen, um zu entscheiden, welche Belastung in erster Linie gezielt entfernt werden soll.

 

Woher kommt der CADR-Wert?

 

Entwickelt wurde der CADR-Wert von mehr als 30 Jahren von der US-amerikanischen Organisation Association of Home Appliance Manufacturers (AHAM). Um den CADR-Wert zu ermitteln, stellen verschiedene Hersteller ihre Luftreiniger der Organisation zum Test zur Verfügung. Die Luftreiniger werden anschließend in unabhängigen Laboren unter festgesetzten Bedingungen geprüft.

 

Wie kann der CADR-Wert ermittelt werden?

 

Dazu muss der Luftreiniger in einer Testumgebung eingesetzt werden. Der geschlossene Raum hierzu hat eine Größe von 28,5m³ mit den exakten Abmessungen von 3,20 x 3,66 x 2,44 m. Dies entspricht in etwa einem kleinen Zimmer. Der Boden besteht aus Linoleum oder Vinyl, einer glatten Oberfläche. Die Wände sind mit einer abwaschbaren Latex-Farbe gestrichen.

Neben den Messgeräten befindet sich in dem Raum ein Lüfter, der dafür sorgt, dass die Luft während des gesamten Tests stets in Bewegung bleibt, damit alle Schwebeteilchen sich gut in der Luft verteilen.

Die Schritte des Testablaufes sind exakt vorgeschrieben:

  • Raum wird gründlich gereinigt
  • Normale Partikelbelastung wird auf ein vorgegebenes Maß reduziert
  • Testpartikel in der entsprechenden Größe werden in den Raum eingebracht
  • Die natürliche Absetzrate wird bestimmt
  • Erneut werden Testpartikel in den Raum eingebracht. Nach einer Minute Wartezeit haben sich die Partikel in der Luft verteilt.
  • Die Partikelbelastung in der Luft wird in Abständen von 1 Minute für 20 Sekunden gemessen

 

Um eine Belastung mit Rauch und Staub zu ermitteln läuft der Test 20 Minuten. Bei Pollen ist der Test dagegen schon nach 10 Minuten beendet.

 

Was sagen die Ergebnisse aus?

 

Mit dem CADR-Wert kann exakt gesagt werden, wie viel Luft in einem Raum in einer bestimmten Zeit von einer bestimmten Belastung befreit werden kann. Somit kann die Effizienz des Luftreinigers bewertet werden, unabhängig davon welcher Filtertyp eingesetzt wird.

Wird ein hoher Wert ermittelt, dann bedeutet dies, dass der Luftreiniger eine hohe Reinigungsleistung hat. Analog dazu sagt ein niedriger Wert, dass das Gerät nur eine geringe Leistung aufweist.

Auf vielen Luftreinigern findet man neben den CADR-Werten eine empfohlene Raumgröße, für die das Gerät geeignet ist.

Allerdings sollte der CADR-Wert nicht das alleinige Kaufkriterium für Sie sein, denn es gibt eine Reihe von anderen Punkten, die im Test rund um den CADR-Wert nicht berücksichtigt werden. Gerade die Belastung von Feinstaub mit einer Partikelgröße zwischen 0,1 und 0,3 µm wird nicht explizit ausgewiesen. Diese Partikelgröße steht jedoch im Verdacht für viele Erkrankungen der Lungen verantwortlich zu sein.

 

Fazit:

 

Sicherlich lässt sich anhand des CADR-Wertes ein Vergleich zwischen den einzelnen Herstellern und Modellen durchführen. Jedoch deckt diese Kennzahl längst nicht alle relevanten Aspekte ab, sodass für die Kaufentscheidung weitere Werte neben dem CADR-Wert herangezogen werden sollten.

 

 

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